Sonntag, 15. März 2015

Halbzeit

Halbzeit im Projekt: Zuckerfrei. Ob sich etwas geändert hat? Nicht sonderlich viel, da der Zuckerkonsum ja schon seit Anfang des Jahres auf ein Minimum reduziert wurde.
Bis jetzt gab es keine Heißhunger Attacken auf Süßes oder dergleichen und auch sonst vermisse ich nichts. Nach fast drei Monaten Haferflocken & Co zum Frühstück ist es geschmacklich immer noch wunderbar abwechslungsreich und sättigend. Momentan mache ich meine Hafermilch selber, da sie eh meist nur für Müsli verwendet wird und zudem auch noch günstiger ist als Kuhmilch jemals sein könnte. Auch wenn die Basis im Müsli immer Haferflocken sind, so kann man den Geschmack mit weiteren Zutaten sehr schön ändern. Und das Beste ist, dass man sich das Müsli schon am Vorabend fertig stellen kann. Cornflakes werden sehr schnell matschig, sodass alles nur noch nach Pampe schmeckt, aber Haferflocken schmecken eingeweicht sogar noch besser.
Falls es zu weich ist, kann man immer noch Crunchy Haferflakes in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen hinzugeben.
Und für diejenigen die es interessiert, hier einmal eine Aufstellung der Inhaltsstoffe von Haferflocken. (ob die % Anzeige sich auf den empfohlenen Tageswert bezieht, oder für den Nutzer umgerechnet wird, kann ich leider nicht genau sagen)

50 gramm Haferflocken (das ist ca eine halbe Schüssel) (c) cronometer.com
Cronometer ist schon eine tolle übersichtliche Seite, im Gegensatz zu z.b. fddb.info und es werden auch Mikronährstoffe angezeigt. Allerdings ist die Website in Englisch, daher muss man einige nicht geläufige Nahrungsmittel dann auch mal übersetzt werden. Aber ein bisschen Englisch lernen, kann ja nicht schaden :)

Nachdem meine Groß/Schwieger-und Eltern dann auch erfahren haben, dass ich mich (zumindest solange es mir gefällt) weites gehend Tierprodukt frei ernähre, war die erste Reaktion: EIWEIß und wie ich denn die so wichtigen Proteine zu mir nehme, wenn nicht einmal durch Milch/Käse/Joghurt etc. Allein mit meinem morgendlichen Müsli decke ich meinen Proteinbedarf laut Auflistung fast komplett ab ^^
Folgende Werte spuckt mir cronometer im Vergleich für 50g Milch aus.

50 gramm Milch (2% Fett) 
Diese Unterschiede hätte ich ehrlich gesagt nie für möglich gehalten (weil Milch wird ja immer als Calcium und Proteinreich beworben), und sind sicher nicht 100% genau, allerdings ein guter Anhaltspunkt - auch wenn man sich NICHT vegan ernähren möchte und vllt auch nur spaßenshalber mal schauen möchte wieviele Mikro und Makronährstoffe man zu sich nimmt.

Allerdings wollte ich hier ja nicht über cronometer berichten, sondern nur ein kurzes Feedback zum Zuckerfreien geben :)
Erstaunlicherweise ist mir die Freude am (schnellen) Essen zubereiten und kochen nicht vergangen. Im Gegenteil gibt es doch noch so viele unendliche Rezepte, die ich noch ausprobieren mag und es werden immer mehr.

Frühstückroutine der circa letzten drei Wochen
-1 Liter Wasser nach dem Aufstehen
-0,75 l (grüner) Smoothie (ein Glas zum Frühstück, einer zum Mittag/Nachmittag)
-Müsli (50-100 g Haferflocken mit ca. 200ml Pflanzenmilch, 1 EL Leinsamen, 1 EL Sesam 1 EL Weizenkleie, Gewürze, Obst und Nüsse spontan)

Müsli to go kann man super am Vorabend zubereiten und dann morgens einfach einpacken und unterwegs/auf Arbeit/Uni/Schule etc essen :)
Nanaeiscreme mit Himbeeren auf warmen Porridge <3 Ein Traum


Schnelle und nicht so schnelle aber dennoch sättigende und leckere Gerichte (v.l.n.r.)

- Nudeln mit Gemüsepfanne und Hefeflocken
- Kartoffelbrei mit Gemüse und Seitan
- Kartoffeln mit Gemüse und Sprossen fix angebraten

- Nudelauflauf mit Sojahack und (dunkles) Mandelmus+Hefeflocken Käsesoße
- Weizen+Roggenpizza mit Paprika, Pilzen, Brokoli, Sprosse, Spinat und Hefeflocken Käsesoße
- Oblaten mit Datteln+Mandeln (so schnell alle, weil so lecker als Snack <3 )

- Kartoffel Erbsen Suppe mit Weizenkleie
- Reis mit gedünsteten Bohnen, Currypaste und Kartoffel Erbsen Suppe
- Kartoffeln mit Bohnen Erbsen und Karotten



- Reis mit Paprika Mohrrüben Curry <3
- (min)Avocado mit Kala Namak (Schwarzsalz) Gurke, Cashew und Kürbiskernen
- selbstgemachtes Roggenmischbrot. (leider noch nicht so schön fluffig aufgegangen :/ )

- Weizensprossen (ich experimentiere immer noch, wie sie am Besten wachsen)
- Kartoffelspalten (die leider ein bisschen zu lange im Ofen waren)
- Blumenkohl Wings mit Kartoffelspalten und BBQ Soße <3 (wird wiederholt ! <3)

- Nudeln mit Erdnuspaste, CashewKäseSoße und Sprossen
- Selbstgemachtes Sushi mit Sojasoße und Wasabi (ging fix, ist günstiger als gekauft und macht satt)
- Erster Eintopf im neuen Multikocher (<3) Kartoffel Linsen Eintopf mit Cashewsoße und Sprossen



Alle Gerichte sind natürlich auch komplett Zuckerfrei und es schmeckt trotzdem. Keine Fertigprodukte (in welcher Art auch immer) zu konsumieren, bringt so viel Experimentierfreude mit sich was das Kochen und Ausprobieren von Speisen und auch neuen Zutaten mit sich, dass ich es jedem für eine gewisse Zeit - einfach einmal als Experiment - ans Herz lege.
Natürlich ist das Ganze auch immer eine Zeitfrage, vor allem was die Planung angeht (welche Zutaten, wann einkaufen) Allerdings braucht keines der Gerichte länger als 30 min Zubereitungszeit (sprich Zutaten schneiden/schälen etc) Zeitlich also auch nicht länger als eine tierprodukthaltige Ernährung. Allerdings ist mir aufgefallen, dass viele Speisen die Abends noch warm gegessen wurde, am nächsten Tag ohne Probleme auch kalt verzehrbar sind. Dies liegt allerdings sicher daran, dass es kaum Soßen gibt. Ich war noch nie der Soßen Freund - v.a. nicht wenn man die Zutaten - egal welche - darin ertränkt und kalt sind Soßen auch nicht essbar.


Das war es mit einem kleinen weiteren Einblick auch in ein paar Gerichte, dass "aber du kriegst doch nicht genügend Protein ohne tierische Produkte" Argumente eigentlich keine sind und tierproduktfrei Essen gar nicht schwer ist.
(Bei Interesse poste ich auch gerne einige der Rezepte ;) )






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