Sonntag, 15. Februar 2015

Von Zahnärzten, Industriezucker und dem Schritt zum Veganismus

Heute und etwas später als eigentlich geplant, gibt es ein Posting über die schönste Nebensache der Welt: Essen.
Wer mich auf Instagram und Twitter verfolgt, wird es schon mitbekommen haben. Ich habe meine Ernährung umgestellt. Und das mehr oder weniger sehr radikal von heute auf morgen.
Eigentlich war das alles ein wenig anders geplant, aber oft kommt es anders als man denkt.


Angefangen hatte alles - und nun muss ich ein klein wenig ausholen- mit einem abgebrochenen Zahn, oder besser gesagt, einer Füllung, die an einem Backenzahn abgebrochen ist. So etwas passiert natuerlich immer am Wochenende. Glücklicherweise war es Sonnag abends, sodass ich gleich am Montag Nachmittag zum Zahnarzt gehen konnte. Seit meinem letzten doch eher unschönen Zahnarztbesuch ist ganz schön viel Zeit verstrichen. Vorgenommen habe ich es mir zwar immer, aber wenn man in eine neue Stadt zieht, ist es oft schwer gute Ärzte zu finden (v.a. Zahnärzte)
Auf alle Fälle wurde der abgebrochene Zahn repariert, allerdings nur provisorisch. Zugleich wurde mir ein Termin zur professionellen Zahnreinigung gegeben und ein weiterer Termin, um den abgebrochenen Zahn ordnungsgemäß zu reparieren.
Die PZR war in Ordnung und hat so auch nicht sonderlich weh getan, da es auch nicht so viel zu machen gab. Da ich seit 2 Jahren ungefähr Xylitol zum Zähneputzen nutze, habe ich ehrlich gesagt keinen Unterschied feststellen können, dass meine Zähne glatter sind durch die PZR. So etwas wie Plaque bildet sich durch die regelmäßige Nutzung von Xylit sogut wie gar nicht (auch Hitze und Kälteempfindliche Zaehne habe ich nicht mehr) 
Alles soweit gut. Der Horror kam dann beim nächsten Termin. Während der Betäubung durchfuhr eine Art Blitz meine Zunge, worauf der ZA nicht weiter reagiert hat. Dann gab es einen Kofferdamm, und los gings. Eigentlich sollte nur der abgebrochene Zahn repariert werden... Ich saß dann schlussendlich allerdings fast eine Stunde auf dem Stuhl. Mit Mundsperre, aber glücklicherweise keinen Schmerzen wurde mir am Ende der Behandlung eröffnet, dass 2 Zähne gebohrt wurden.
Und ich hatte mich schon gewundert, warum nach einer Füllung nochmals gebohrt wurde.
Auf dem am Anfang gemachten Röntgenbild gab es wohl am letzten Backenzahn ein Loch.
Beide (auch der, bei dem eigentlich nur die Füllung repariert werden sollte) wurden mit einem Medikament behandelt (sprich die Pulpa wurde nicht geöffnet, und ein wahrscheinlich calicumhaltiges Medikament wurde aufgetragen, bevor der Zahn gefüllt wurde. Bis heute hat sich auch keiner der beiden weiter gemeldet, sprich die Arbeit war soweit in Ordnung (abgesehen von der Füllung für einen Zahn, die sich Oberflächenmäßig ein wenig rau anfühlt)
Dass keiner der Zähne auch nur mal ansatzweise gezogen oder gepocht hat, oder auf Kälte oder Wärme arg empfindlich war, wie das bei einem tiefen Loch der Fall sei, fanden ZA und ZAHelferin zwar sehr merkwürdig, aber dabei blieb es dann auch. Auch mein nochmaliges Ansprechen des Blitzes in der Zunge wurde vom ZA nicht weiter kommentiert.
Dass das Blitzen in der Zunge aber ein Zeichen dafür ist, dass der Zungennerv -wahrscheinlich- getroffen wurde, wurde mir nicht mitgeteilt. Die Betäubung ließ relativ schnell wieder nach, aber meine Zunge war noch 2 Tage taub. Glücklicherweise nicht die komplette, sondern nur der äußere Teil der rechten Seite.
Dank Internetrecherche habe ich dann erst einmal herausfinden können, was und warum die Zunge immer noch taub ist. Auf die Nachfrage beim ZA, wurde mir nur mitgeteilt, dass dies wahrscheinlich der Fall sein kann, aber auch wieder ausheilen soll.
Sehr optimistisch, gibt es doch Fälle die ein brennendes Gefühl in der Zunge seit über einem Jahr haben. Auch Medikamente vom Neurologen sollen nicht den erhofften Heilungserfolg bringen. Da bleibt nur - hoffen.

Da der ZA mir eröffnete, dass es noch ein paar Bereiche gibt, wo gebohrt werden muss, habe ich erst einmal Abstand genommen, und mich -wieder- in die Thematik Zahnarzt eingelesen. Vor zwei Jahren war das auch der Grund wie und warum ich auf Xylit gestoßen und geblieben bin.

Kurzum: Wenn der Körper uebersaeuert ist (zuviel ungesundes,suesses etc) dann muss er ihn entsaeuern und dies tut er u.a. indem er Calcium aus den Knochen-und Zaehnen(!) nimmt um die Saeuren zu binden. Als zweiten Punkt sollte man wissen, dass unter anderem auch Kariesverursachende Bakterien v.a. durch Industriezucker (aka. weißer raffinierter Zucker) um kurz oder lang, zu Karies führen (vermehrt bei Kindern und Jugendlichen, bei Erwachsenen dauert es wohl eine längere Zeit) Diese Bakterien können Xylit zum Beispiel nicht verstoffwechseln. Kein Plaque-keine Säuren - kein Karies/keine Paradontitis.
Daher war es eigentlich mein Ziel, meinen Körper zu entsäuern. Denn trotz selber kochen und bis auf "normale" Tütensuppen war mir klar, dass das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Grund ist. Ich habe fast jeden Tag mehr als einen Liter Kaffee getrunken, aber nichtmal einen halben Liter normales Wasser geschafft.

Also wollte ich in der nächsten Zeit zumindest auf Industriezucker auf der einen Seite verzichten, während ich auf der anderen Seite mit Xylit und Chlorhexamed  die Bakterien bekämpfe sowie mit Beinwell und Sango Koralle die Zähne wieder aufbaue (Ja das geht bis zu einem gewissen Grad)
Über Weihnachten auf Zucker verzichten, ist echt nicht einfach, vor allem, wenn man einen Familienmarathon absolviert. Überall gabs Fleisch, überall gabs Süßigkeiten. Durch das viele essen, hatte ich aber nicht so den yieper auf Süßes.

Da ich über Neujahr erkältet war, und allerhand Zeit hatte im Internet weiter zu suchen, bin ich von einem Thema zum nächsten.
Wie Zahnärzte Patienten krank behandeln, was es mit Fluorid auf sich hat. Das Osteoporose und Karies u.a. auch mit unserer heutigen Ernährung und vor allem dem Milchkonsum zusammenhängen.
Wollte ich anfands nur auf Zucker verzichten (demnentsprechend auch auf Fleisch und Wurst und fast alle fertig abgepackten Nahrungsmittel, überall ist Zucker drin, achtet mal spaßenshalber beim nächsten Einkauf darauf) bin ich einen gewaltigen Schritt weitergegangen, und habe von heute auf morgen auch alles tierische aus meinem Speiseplan gestrichen.
Mir persönlich fiel es super leicht, vor allem auch der Punkt, dass es NICHT teurer ist, als wenn man sich omnivor - sprich "normal" ernährt. Das war für mich auch der Punkt, wesshalb ich es einfach ausprobieren wollte, und seit 6 Wochen geht es mir einfach wunderbar damit :)

Ja am Anfang ist es ein wenig teurer, weil man ja auch einige Dinge ausprobieren mag. Allerdings halte ich mich damit sehr zurück und habe mir nur "Ersatzprodukte" geholt, die eine gute Alternative zum kochen und backen sind (NoEgg, Flohsamenschalen, Johannisbrotkernmehl etc)
Seit der Umstellung habe ich so viel mehr Freude am Kochen und am Essen an sich. Und ich trinke (dank einer Filterflasche, welche ich mir für die zukünftigen Fahrten zur neuen Unistätte geholt habe ;) ) jeden Tag mit Leichtigkeit 2 Liter Wasser. Ich habe kaum Appetit auf Süßes - und hier ist ein RIESEN Schokoladenteller mit Weihnachtssüßigkeiten, die jetzt von meiner besseren Hälfte gegessen werden (müssen) *lach*
Ich habe gefühlt mehr Energie und Elan als früher und meine Haut wird auch jeden Tag besser.

Kurzum: Für mich hat es sich gelohnt und ich werde damit weitermachen, solange ich daran Spaß habe :) Ob ich vllt mal wieder etwas tierisches esse, werde ich sehen (v.a. zu Weihnachten) 


Und hier nun, nach diesem gigantischem Roman, eine kleine Frühstück Abendessen Zusammenfassung.

Seit 5 Wochen gibt es morgens nach einem Liter gefilterten Wasser immer einen Smoothie aus Banane und unterschiedlichen Blattsalaten. Den zweiten Smoothieteil gibt es dann zum Mittag/Nachmittag und obwohl es gerade so ein Liter ist, komme ich damit bis in den späten Nachmittag :)  Nach dem Smoothie gibts lecker Overnightoatmeal. Am Abend zuvor Haferflocken mit einer Nussmilch (gekauft oder selbstgemacht) und dazu, woraf ich lust habe, und was grade da ist. Die Salatstiele sind die Reste vom Smoothie, währe ja schade, wenn  man sie wegwerfen würde ;)

Neuerdings mixe ich die Haferflocken immer mit einem Teelöffel Flohsamenschalen. Das ergibt eine leichte Wackelpudding Konsistenz :) Chiasamen sind auch ein Muss!

Zum Abend hin gibt es meistens warme Gerichte. Kartoffeln, Reis Nudeln, selbstgemachte Pommes und Pizza und das einfachste Palatschinken Rezept der Welt.

Selbstgemachte Brötchen und veganes Sushi, einfach zu lecker <3


Selbstgemachtes Brot und leckere Gemüse-Reis-Couscous Pfannen. 


Foodhauls. Anfangs wie gesagt sicher teurer, aber wenn man dann erst einmal einen Grundstock hat, sind es hauptsächlich nur noch die frischen Zutaten zu man dazu kauft und der Grundstock wird dann je nach Verbrauch wieder aufgestockt :) Das auf den Bildern ist nicht alles, aber so ungefaehr sind das 200 Euro gewesen. Wenn man "unnötiges" davon abzieht, sind das vllt an die 150 Euro. Und davon haben (fast immer) zwei Leute gegessen ;) 


Die oberen drei Bilder zeigen eine Biokiste, wie man sie hier im Norden bestellen kann. der Salat ist TOP die Tomaten weniger. Gepunktete Bananen sind Reife Bananen. Angefangen mit Alfalfa Sproßen, wird es hier bald eine kleine Sprossenfarm geben. Selbsthergestellten Sauerteig und daraus leckeres Brot gebacken. Es erfordert zwar noch Feinschliff, aber schmeckt schon sehr gut :)  UND ... Weizengras werde ich selber ziehen. Momentan keimen die Körner im Glas, da sie dort bessere Bedingungen vorfinden, als aufgereiht auf einer Fläche.


Einige der Rezepte werde ich demnächst als eigenen Post verbloggen (da es diesbezüglich Feedback gab) Inwiefern ich so ausgiebig gesund Kochen und Essen kann, werden die kommenden Monate zeigen. Momentan warte ich noch auf meine Studienunterlagen, und dann geht es Mitte März los mit dem Gamedesign Master in HH :)
Diesbezüglich wird es dann -soweit geplant- ausführliche Updates geben.

Einen angenehmen Abend wünsche ich euch, Feedback, Kritik und Vorschläge für neue Themen sind immer willkommen.
Ich werde jetzt Abendessen kochen :) (Wahrscheinlich eine Gemüsepfanne mit Reis oder Nudeln)
vanlau <3

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